{"id":133,"date":"2018-02-07T22:24:59","date_gmt":"2018-02-07T21:24:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.myanmarmemo.com\/?p=133"},"modified":"2020-09-01T11:52:30","modified_gmt":"2020-09-01T09:52:30","slug":"analyse-myanmars-einzelhandelslandschaft-im-aufschwung-entwicklungslaender-als-wachstumsmotoren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.myanmarmemo.com\/en\/2018\/02\/07\/analyse-myanmars-einzelhandelslandschaft-im-aufschwung-entwicklungslaender-als-wachstumsmotoren\/","title":{"rendered":"Myanmars Einzelhandelslandschaft im Aufschwung?"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"http:\/\/www.myanmarmemo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">German<\/a>. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.<\/p><p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Lange Schlangen vor Fast-Food- und Supermarkter\u00f6ffnungen sind keine Seltenheit mehr. W\u00e4hrend politische und wirtschaftliche Reformen \u00fcber <\/em><em>Myanmar hinwegfegen, richten nun auch internationale Einzelh\u00e4ndler ihren Blick auf die s\u00fcdostasiatische Nation. Sina Hardaker widmet sich der Einzelhandelsbranche und diskutiert neben aktuellen Ereignissen auch Aussichten des myanmarischen Einzelhandels.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund ges\u00e4ttigter Heimatm\u00e4rkte und wachsendem Konsumentenpotential richten Einzelh\u00e4ndler ihren Blick im Rahmen des Internationalisierungsprozesses immer \u00f6fter auf Entwicklungsl\u00e4nder. Angesichts der politischen und wirtschaftlichen \u00d6ffnung des Landes und der Aufhebung vieler Sanktionen seit 2013, ist das Interesse an Myanmar momentan sehr gro\u00df. W\u00e4hrend politische und wirtschaftliche Reformen \u00fcber Myanmar hinwegfegen, richten nun auch Einzelh\u00e4ndler ihren Blick auf die gr\u00f6\u00dftenteils isolierte Nation. Internationale Schwergewichte wie <em>Burger King<\/em>, <em>Coca-Cola<\/em> &amp; Co halten Einzug in einen scheinbar vielversprechenden Markt. Doch wie optimistisch sind die Aussichten bez\u00fcglich des myanmarischen Einzelhandels tats\u00e4chlich? Und wer sind die wirklich gro\u00dfen Player?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder als Wachstumsmotoren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unternehmen bevorzugen im Allgemeinen einen Markteintritt, welcher mit einem eigenen Wettbewerbsvorteil verbunden werden kann. Dabei stehen L\u00e4nder im Mittelpunkt, die eine hohe Attraktivit\u00e4t und ein geringes unternehmerisches Risiko aufweisen. Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder spielen im Rahmen der Internationalisierung f\u00fcr Einzelh\u00e4ndler eine zunehmend wichtige Rolle. Der j\u00e4hrlich erscheinende Global Retail Development Index \u2122(GRDI)<a name=\"_ftnref1\"><\/a><a href=\"https:\/\/3c.gmx.net\/mail\/client\/mailbody\/tmai1511264f1add7d8b\/true#_ftn1\">[1]<\/a> der Beratungsfirma <em>A.T. Kearney<\/em> macht dies deutlich; das Wachstum des Einzelhandels in Entwicklungsl\u00e4nder ist um mehr als 350 % gestiegen und repr\u00e4sentiert mittlerweile mehr als die H\u00e4lfte der gesamten weltweiten Einzelhandelsums\u00e4tze (A.T. Kearney 2016: 1).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Faktoren, welche den Markteintritt f\u00fcr internationale Einzelhandelsunternehmen beeinflussen, h\u00e4ngen mit Ver\u00e4nderungen in den Schwellenl\u00e4ndern selbst zusammen. Diese zeichnen sich oft durch eine zunehmende Wirtschaftsliberalisierung, eine steigende Urbanisierungsrate, einen schw\u00e4cheren Wettbewerb sowie einer neu entstehenden Mittelschicht mit steigendem Einkommen aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-129 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.myanmarmemo.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Sina-Bild-4.jpg\" alt=\"\" width=\"427\" height=\"283\" srcset=\"http:\/\/www.myanmarmemo.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Sina-Bild-4.jpg 382w, http:\/\/www.myanmarmemo.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Sina-Bild-4-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 427px) 100vw, 427px\" \/>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hintergr\u00fcnde Myanmar \u2013 schrittweise \u00d6ffnung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Politische Ereignisse im Jahr 2012 \u2013 darunter die R\u00fcckkehr der Demokratisierungs- und ehemaligen Oppositionsf\u00fchrerin Aung San Suu Kyi in das burmesische Parlament, die Freilassung politischer Gefangener, die Lockerung der Medienzensur, die W\u00e4hrungsreform sowie die Einf\u00fchrung einer Reihe wirtschaftspolitischer Ma\u00dfnahmen &#8211; ebneten in Myanmar eine Lawine des schier ungez\u00fcgelten Optimismus aus und ebnen den Weg f\u00fcr eine zunehmende wirtschaftliche Liberalisierung. Durch die Aufhebung von Handelssanktionen seitens vieler L\u00e4nder k\u00fcndigen sich Staats- und Regierungschefs in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden an, darunter Barack Obama, der als erster US-Pr\u00e4sident \u00fcberhaupt im November 2012 Myanmar einen Besuch abstattete. Die in 2008 ratifizierte Verfassung (Art. 35) legt fest, dass Myanmar ein markwirtschaftliches System verfolgt. Der Anteil des Agrarsektors am BIP liegt derzeit bei ca. 43 Prozent, was zeigt, dass Myanmars Wirtschaft \u00fcberwiegend agrarisch gepr\u00e4gte ist. Die Urbanisierungsrate ist im Vergleich zu anderen s\u00fcdostasiatischen L\u00e4ndern relativ gering. Die Regierung Myanmars hat eine Reihe von Wirtschaftsreformen eingef\u00fchrt. Dazu geh\u00f6ren der National Comprehensive Development Plan (NCDP), die Myanmar Industrial Development Vision (MIDV), die Nationale Exportstrategie (NES), das Industrial Policy Paper sowie die 12-Punkte-Wirtschaftspolitik. Auch wenn die Erfolge der bisherigen Wirtschaftsliberalisierungen hinter den Erwartungen zur\u00fcck blieben, so wuchs Myanmars Einzelhandel um gesch\u00e4tzte 7-15 % pro Jahr von 2012 bis Ende 2014, in Einklang mit dem BIP-Wachstum von circa 7% gegen\u00fcber dem gleichen Zeitraum (Oxford Business Group 2016).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-140 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.myanmarmemo.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1457.jpg\" alt=\"\" width=\"416\" height=\"277\" srcset=\"http:\/\/www.myanmarmemo.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1457.jpg 2304w, http:\/\/www.myanmarmemo.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1457-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.myanmarmemo.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1457-768x512.jpg 768w, http:\/\/www.myanmarmemo.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1457-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 416px) 100vw, 416px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2013 wurden national bargeldlose Zahlungssysteme eingef\u00fchrt; Geldautomaten sind, trotz eines nur schwach entwickelten Finanzsektors inzwischen in den gro\u00dfen St\u00e4dten weit verbreitet. Im Jahr 2013 z\u00e4hlte das <em>McKinsey Global Research Institute<\/em> (McKinsey 2013: 23) nur 4 % der Bev\u00f6lkerung in Myanmar, folglich ca. 2,5 Millionen Menschen, zur Konsumentenschicht (im globalen Vergleich zu 35 %). Allerdings sch\u00e4tzt das <em>McKinsey Global Institute<\/em> (McKinsey 2013: 59) Myanmars Konsumentenklasse auf 19 Millionen Menschen bis 2030 und prophezeit vor allem dem Online-Handel enorme Wachstumschancen. Erfahrungen in anderen asiatischen Schwellenl\u00e4ndern zeigen, dass Einkommen noch nie schneller anstiegen als heute. Indonesien konnte das Pro-Kopf-BIP von Myanmars aktuellem Level in 14 Jahren vervierfachen, Thailand in 13 Jahren. China hat es geschafft, das eigene Pro-Kopf-Einkommen in nur 12 Jahren zu vervierfachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wird erwartet, dass sich nicht nur die Zahl der potentiellen Konsumenten drastisch erh\u00f6hen, sondern auch die Ausgaben der Verbraucher verdreifachen werden. Zudem hielten sich neben circa 51 Millionen Einwohnern, im Jahr 2015 zudem mehr als 4,5 Millionen Touristen im Land auf. Die Zahl der Touristen, die ebenfalls w\u00e4hrend ihres Aufenthaltes auf moderne Einzelhandelsstrukturen zur\u00fcckgreifen, hat sich innerhalb der letzten vier Jahre mehr als vervierfacht. Mit der Tourismusbranche auf dem Vormarsch, scheint eine robuste Einzelhandelslandschaft nicht weit entfernt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ausgaben und Expansionspl\u00e4ne \u2013 der Myanmarische Einzelhandel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der moderne Einzelhandel in Myanmar befindet sich in der Entwicklungsphase, w\u00e4hrend immer noch 90% des Einzelhandelsumsatzes auf traditionelle M\u00e4rkte, sogenannten wet markets, entfallen. Die 10 %, welche als \u201amodern\u2018 eingestuft werden, bezeichnen Superm\u00e4rkte im Sinne von gro\u00dfen Selbstbedienungsl\u00e4den, die dem Kunden eine Vielzahl von Lebensmitteln und Haushaltswaren in einem Gangformat organisiert anbieten. Die meisten solcher modernen Superm\u00e4rkte konzentrieren sich auf die drei Hauptbev\u00f6lkerungszentren Myanmars: Yangon (das Wirtschaftszentrum mit ca. 4 Millionen Einwohnern), Naypyidaw (Sitz der Regierung, etwa 1 Million Menschen) und Mandalay (zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt mit rund 1,1 Millionen Menschen). Der IGD spricht davon, dass der noch geringe Anteil des Einzelhandelsumsatzes durch moderne Formate auf 25 % bis 2020 erh\u00f6ht werden soll (IGD 2015).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Lage scheint sich tats\u00e4chlich schnell ver\u00e4ndert zu haben: Moderne Einzelh\u00e4ndler halten Einzug und kommunizieren teils aggressive Expansionspl\u00e4ne. 2012 berichtete <em>Coca-Cola<\/em> vom erneuten Markteintritt. Nach mehr als 60 Jahren werde in Myanmar wieder <em>Coca-Cola<\/em> ausgeliefert. Das Wall Street Journal (2013) berichtet von einem Investment in H\u00f6he von rund US$ 1 Milliarde seitens <em>Coca-Cola<\/em> und <em>Unilever<\/em> und bezeichnet dies als die gr\u00f6\u00dfte Verpflichtung die von westlichen multinationalen Unternehmen f\u00fcr Myanmar getroffen wurde. Im Juni 2015 \u00f6ffnete <em>KFC<\/em> als erste gro\u00dfe US-Fast-Food-Kette die Pforten. Eine Vielzahl an lokalen Medien war eingeladen und es gab kostenloses Essen sowie lange Schlangen. Laut dem lokalen <em>KFC<\/em> Franchisenehmer <em>Yoma Strategic<\/em> gibt es aktuell 16 <em>KFC<\/em> Restaurants in Myanmar. Im Juli 2016 er\u00f6ffnete hingegen mit sehr wenig Fanfare &#8211; es gab weder eine Pressemitteilung noch eine Er\u00f6ffnungszeremonie \u2013 die erste <em>Burger King- <\/em>Filiale in Myanmar, betrieben von der thail\u00e4ndischen Firma <em>Minor Food Group<\/em>. Allerdings ben\u00f6tigt man f\u00fcr deren Besuch einen Reisepass \u2013 die Filiale befindet sich im neuen Terminal 1 des internationalen Flughafen von Yangon. Als erster amerikanischer Einzelh\u00e4ndler hat <em>Gap Inc<\/em>. angek\u00fcndigt, Kleidung in zwei Fabriken in Yangon zu produzieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere US-amerikanische Firmen sind die Automobilhersteller <em>Chevrolet<\/em> und <em>Ford<\/em> sowie der Getr\u00e4nkehersteller <em>Pepsi<\/em>, welche bereits eine Pr\u00e4senz in Myanmar vorweisen k\u00f6nnen. Howard Schultz, CEO des Kaffee-Riesen <em>Starbucks<\/em> erkl\u00e4rte 2013, dass das Unternehmen nach erfolgreichen Markteintritten in Indien und Vietnam, innerhalb der n\u00e4chsten paar Jahre auch Myanmar betreten wolle. Auch die deutsche Metro k\u00fcndigt ihren Markteintritt nach Myanmar an. Zun\u00e4chst plant der deutsche Cash&amp;Carry-H\u00e4ndler ein Gro\u00dfhandelsverteilzentrum in der Sonderwirtschaftszone Thilawa in Rangun, dessen \u00d6ffnung f\u00fcr Anfang 2018 geplant ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-142 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.myanmarmemo.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1235.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"480\" srcset=\"http:\/\/www.myanmarmemo.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1235.jpg 1536w, http:\/\/www.myanmarmemo.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1235-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.myanmarmemo.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1235-768x1152.jpg 768w, http:\/\/www.myanmarmemo.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1235-683x1024.jpg 683w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ausblick \u2013 Bereit f\u00fcr eine \u201aRetail Revolution\u2018?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausl\u00e4ndische Einzelh\u00e4ndler waren in Myanmar unter dem Milit\u00e4rregime lange Zeit vollst\u00e4ndig blockiert. Im Jahr 2014 hob die <em>Myanmar Investment Kommission<\/em> die Beschr\u00e4nkungen auf, so dass Germany Trade and Invest (2013) sch\u00e4tzt, dass das Wachstum im Einzelhandel in den kommenden Jahren \u201e<em>zumindest im Rhythmus des Bruttoinlandsprodukts j\u00e4hrlich um real rund 6 % zulegen<\/em>\u201c wird. Im Zeitraum von 2009 bis 2013 konnten alle Konsumg\u00fcterkategorien in Myanmar ein klares Umsatzplus verzeichnen. Verpackte Lebensmittel erzielten ein Plus von 12 %, wobei der Verkauf von Konserven und Babynahrung am deutlichsten anstieg (um je 24 und 22 %). F\u00fcr die Jahre von 2014 bis 2018 wird ein Wachstum von 15 % prognostiziert. Softdrinks erlebten zwischen 2009 und 2013 eine durchschnittlich j\u00e4hrliche Wachstumsrate von 18 %, f\u00fcr 2014 bis 2018 werden Wachstumsraten von 23 % vorausgesagt. Myanmar Insider (2015) sch\u00e4tzt die Vermietungsfl\u00e4che Yangons im Jahr 2014 auf 150.000 m\u00b2. Alleine im ersten Quartal 2015 konnte ein Zuwachs von 30.800 m\u00b2 beobachtet werden, welcher vor allem in Form der <em>AKK Shopping Mall<\/em> und weiteren Supercentern entsteht und bis 2020 eine Erh\u00f6hung auf 250.000 m\u00b2 zur Folge haben soll. Vornehmlich Superm\u00e4rkte und Convenience Stores erleben ein kr\u00e4ftiges Wachstum und sind in ganz Yangon verbreitet. Allerdings stellen lokale M\u00e4rkte, private Gesch\u00e4ftsh\u00e4user und Kioske immer noch das bevorzugte Einzelhandelsformat dar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Trotz allem Optimismus: Schwierige Rahmenbedingungen <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dennoch k\u00e4mpft der myanmarische Markt noch mit etlichen Herausforderungen. Trotz eines kontinuierlichen BIP-Wachstums, weist das Land hohe Inflationsraten auf. Zum einen existieren noch immer teils enorme Einfuhrz\u00f6lle, zum anderen bestehen in weiten Teilen des Landes enorme infrastrukturelle M\u00e4ngel. Ende 2014 stand der durchschnittliche m\u00b2-Preis pro Monat in Yangon bei US$ 24,51. Der Anstieg der Mietpreise f\u00fcr den station\u00e4ren Einzelhandel lag damit in den letzten Jahren im hohen einstelligen Bereich. Der h\u00f6chste registrierte Mietpreis lag bei US$ 50 pro m\u00b2. Mit einer wachsenden Anzahl an Einzelh\u00e4ndlern und h\u00f6herwertigeren Verkaufsfl\u00e4chen, werden Mietpreise aller Wahrscheinlichkeit weiterhin erheblich ansteigen und schwanken. Dennoch bleiben viele politische Rahmenbedingungen ungewiss. Gemeint sind unter anderem Gesetze, die teilweise noch nicht final verabschiedet sind, bzw. noch in den Kinderschuhen stecken. Hinsichtlich des Gesetzes zu ausl\u00e4ndischen Investitionen, teilt das Ausw\u00e4rtige Amt (2016) mit: \u201c<em>Das Gesetz kann zwar als Meilenstein hin zu einer offeneren und rechtlic<\/em><em>h sichereren Wirtschaftsordnung f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investoren angesehen werden, l\u00e4sst allerdings auch noch viele Fragen in Bezug auf den Marktzugang und den Investitionsschutz unbeantwortet. Der regulative Rahmen und die Genehmigungsprozesse f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investitionen sind weiterhin sehr komplex<\/em>.\u201c Dazu tr\u00e4gt bei, dass eine genaue Evaluierung des Marktes oft schwierig ist, da es kaum verl\u00e4ssliche Statistiken gibt und auch internationale Organisationen oft zu Sch\u00e4tzungen gezwungen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Myanmar wird ohne Frage immer attraktiver f\u00fcr Einzelh\u00e4ndler aus der ganzen Welt. Bevor nicht einige der genannten Problematiken g\u00e4nzlich aus dem Weg ger\u00e4umt werden k\u00f6nnen, werden die mit einem Markteintritt verbundenen Risiken f\u00fcr viele Einzelh\u00e4ndler ein Hindernis darstellen. Deren Abbau sowie den Einzug des modernen Einzelhandels gilt es fasziniert sowie kritisch zu beobachten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a name=\"_ftn1\"><\/a><a href=\"https:\/\/3c.gmx.net\/mail\/client\/mailbody\/tmai1511264f1add7d8b\/true#_ftnref1\">[1]<\/a> Der GRDI stuft die Top-30-Entwicklungsl\u00e4nder f\u00fcr Handelsinvestitionen, basierend auf mehreren makro\u00f6konomischen<br \/>\nund Einzelhandels-spezifischen Variablen auf einer 0 &#8211; bis &#8211; 100 &#8211; Punkte-Skala ein &#8211; je h\u00f6her der Rang desto h\u00f6her die Dringlichkeit in den Markt einzusteigen. Die L\u00e4nder sind aus 200 Entwicklungsl\u00e4ndern auf Basis von Kriterien wie der des L\u00e4nderrisikos, Bev\u00f6lkerung und Reichtum, gew\u00e4hlt. GRDI Punkte basieren auf vier Variablen: (1) Land- und Gesch\u00e4ftsrisiken; (2) Marktattraktivit\u00e4t; (3) Markts\u00e4ttigung; und (4) Zeitdruck (A.T.Kearney 2016: 2).<\/p>\n<h4><\/h4>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>A.T.Kearney. <em>The <strong>2016<\/strong> Global Retail Development Index &#8211; Global Retail Expansion at a Crossroads.<\/em> 2016.<\/p>\n<p>Euromonitor. <em>Markets of the Future in Myanmar.<\/em> Juni 2014. <a href=\"https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/IIMfl-yhxrE\/dereferrer\/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.euromonitor.com%2Fmarkets-of-the-future-in-myanmar%2Freport\">http:\/\/www.euromonitor.com\/markets-of-the-future-in-myanmar\/report<\/a>.<\/p>\n<p>Germany Trade and Invest. <em>Vertrieb und Handelsvertretersuche &#8211; Myanmar.<\/em> Bonn: Germany Trade and Invest, 2013.<\/p>\n<p>IGD. <em>ABC in Myanmar looking to expand.<\/em> September 22, 2015. <a href=\"https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/HeE1WP0XMpY\/dereferrer\/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fretailanalysis.igd.com%2FHub.aspx%3Fid%3D19%26tid%3D2%26cid%3D135%26nid%3D14354\">http:\/\/retailanalysis.igd.com\/Hub.aspx?id=19&amp;tid=2&amp;cid=135&amp;nid=14354<\/a>.<\/p>\n<p>McKinsey. <em>Myanmar&#8217;s moment: Unique opportunities, major challenges.<\/em> Juni 2013: McKinsey Global Institute, 2013.<\/p>\n<p>Oxford Business Group. <em>The Report: Myanmar 2016.<\/em> 2016. <a href=\"https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/iQszXvnimL8\/dereferrer\/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.oxfordbusinessgroup.com%2Fmyanmar-2016%2Findustry-retail\">http:\/\/www.oxfordbusinessgroup.com\/myanmar-2016\/industry-retail<\/a>.<\/p>\n<p>The Wall Street Journal. <em>Coke and Unilever Invest $1 Billion in Myanmar.<\/em> Juni 5, 2013. <a href=\"https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/KdqqWyqgLxI\/dereferrer\/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.wsj.com%2Farticles%2FSB10001424127887324423904578525140634650424\">http:\/\/www.wsj.com\/articles\/SB10001424127887324423904578525140634650424<\/a>.<\/p>\n<h1><\/h1>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in German. 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